27. 01.2012 – Gedenken an die Opfer des Faschismus in Salzwedel

Seit 1996 gilt der 27.Januar in Deutschland als der offizielle Gedenktag für die Opfer des Nationalsozialismus!

Wie jedes Jahr fanden auch in Salzwedel wieder verschiedene Aktionen für ein würdevolles Gedenken statt. Wir, die „Antifaschistische Aktion Salzwedel [AAS]“ entschlossen uns an der öffentlichen Kranzniederlegung der Stadt Salzwedel teilzunehmen. Pünktlich zu Beginn der Veranstaltung fanden sich auch etwa 60 Personen am Gedenkstein des ehemaligen KZ-Außenlagers Neuengamme, in der Gardelegener Straße in Salzwedel, ein. Von Juli 1944 bis April 1945 wurden hier rund 3000 jüdische Frauen gefangen genommen. Die Frauen mussten in der Draht- und Metallfabrik Salzwedel in zwei 12-Stundenschichten Schwerstarbeit leisten und Munition für den vernichtenden Krieg produzieren. Nach einer Rede der Salzwedeler Bürgermeisterin und eines Kirchenvertreters wurden von verschiedenen Organisationen und Parteien Kränze niedergelegt und die Veranstaltung für beendet erklärt. Im Gegensatz zu den Vorjahren erschien Uns dies jedoch als zu wenig und so verlas ein Vertreter der Antifaschistischen Aktion Salzwedel [AAS] im Anschluss noch eine Rede, welche sich speziell mit dem KZ-Außenlager Neuengamme in Salzwedel und der allgemeinen Gedenkkultur beschäftigte. Ebenso wurde zu einer Gedenkminute aller Beteiligten aufgerufen, in welche Zitate von ehemaligen KZ-Häftlingen einflossen. Diese Intervention gegenüber dem allgemeinen und oberflächlichen städtischen Gedenken, überraschte die meisten Bürgerinnen und Bürger, schien jedoch genau das gewesen zu sein, auf das viele Anwesende gewartet zu haben scheinen. Die Reaktionen auf ein kritisches Auseinandersetzen mit der Deutschen Gedenkkultur waren, überraschenderweise, durchweg positiv.

Zusätzlich zum städtischen Gedenken organisierte die AAS in diesem Jahr noch eine Informations – und Diskussionsveranstaltung zum Thema „Zirkus und Gleichschaltung im Nationalsozialismus“ . Mehrere Referent_Innen und Schauspieler_Innen informierten zu diesem Thema die etwa 50 Interessierten im Club Hanseat Salzwedel. Parallel dazu gab es einen antifaschistischen Informationstisch und Bustickets zu den anstehenden Protesten gegen den jährlichen Naziaufmarsch am 18.02.2012 in Dresden, wurden verkauft.

Der Tag kann von Uns durchweg als positiv gewertet werden. Ein würdevolles Gedenken und die Vermittlung antifaschistischer Inhalte stimmen optimistisch für die Zukunft!

Kampf dem Faschismus!

Antifaschistische Aktion Salzwedel [AAS]

Weitere Bilder: http://de.indymedia.org/2012/01/323911.shtml

20.11.2011 – Neonaziparty in Salzwedeler „Bahnhofshotel“
Am Sonntag Abend, den 20.11.2011 fand erneut eine Neonaziparty im „Bahnhofshotel“ in Salzwedel statt. Ca. 20-30, offensichtlich der Neonaziszene angehörige Personen, feierten dort lautstark mit rechten Parolen, rechter Musik und einer Menge Alkohol.

Das „Bahnhofshotel“, in unmittelbarer Nähe zum Salzwedeler Bahnhof, ist bereits des Öfteren durch Aktivitäten wie z.B. Partys und auch als Ausgangsort für rechte Übergriffe, in das Blickfeld örtlicher Antifaschist_Innen gerückt. Auch an diesem Sonntag war einmal mehr sehr schön zu beobachten, wie sich die selbsternannte „Zukunft Deutschlands“ aufführt wenn sie sich unbeobachtet fühlt. Verfassungsfeindliche Parolen und der „Hitlergruß“ scheinen dort zum guten Ton zu gehören. Natürlich blieb es nicht aus, dass sich Anwohner_Innen beschwerten und belästigt fühlten.

Wir fordern alle Salzwedeler_Innen auf die Ohren und Augen offen zu halten und rechte Aktivitäten zu melden!

Antifademo am 09.09.2011 in Salzwedel!

Am Freitag, den 09.September demonstrierten rund 160 Menschen unter dem Motto:” Aus der Geschichte lernen! Naziaktivitäten entgegentreten – In Salzwedel und überall!” durch Salzwedel. Ein großes Polizeiaufgebot begleite die Demo und riegelte die Stadt hermetisch ab. Zu größeren Zwischenfällen kam es dabei nicht.
Die Demonstration startete mit etwas Verzögerung um 18.45 Uhr vom Salzwedeler Bahnhofsvorplatz und zog am “Bahnhofshotel” vorbei über eine stark befahrene Straße in Richtung Innenstadt. Am besagten “Bahnhofshotel”, welches seit geraumer Zeit als Treffpunkt und Wohngemeinschaft junger Neonazis dient, kam es bereits zu ersten Wortgefechten zwischen Antifaschist/Innen und am Fenster glotzenden Neonazis. Hierbei kam es auch bereits zum ersten und einzigen wirklichen Zwischenfall im Verlauf der Demonstration. Aus dem Fenster eines Hauses, welches sich auf dem Hof des “Bahnhofshotels” befindet präsentierte ein junger Mann den Hitlergruß und versuchte die Demonstration zu provozieren. Entgegen Behauptungen der Lokalpresse drohte die Situation jedoch zu keiner Zeit zu eskalieren. Die Polizei begab sich zum Eingang des Hauses und leitete noch vor Ort ein Ermittlungsverfahren wegen Volksverhetzung gegen den Neonazi ein. Auf der von den Neonazis geplanten Demoroute vom 14.Mai 2011, welche durch Antifaschist/innen erfolgreich blockiert wurde, ging es nun weiter. Mit vielen Transpi’s, Fahnen und entschlossenen Sprechchören gelang es auch immer wieder mit Anwohnern ins Gespräch zu kommen und über die Zustände in Salzwedel aufzuklären. Handzettel mit einer Auflistung von Naziaktivitäten der letzten Monate halfen dabei ebenfalls. Am Rathausturmplatz, im Zentrum der Stadt fand eine Zwischenkundgebung statt und es waren Redebeiträge* der Antifaschistischen Aktion Salzwedel [AAS] und der Antifaschistischen Aktion Burg zu hören. Leider spielte das Wetter am Abend nicht wie gewünscht mit und durch teilweise starken Regen konnte nicht die erhoffte Anzahl an Bürgern/Innen in der Stadt erreicht werden. Dennoch kam es immer wieder zu anregenden Gesprächen mit Anwohner/Innen und zu Beifall und Zuspruch. Die Demo zog nun weiter durch die Salzwedeler Altstadt, am Autonomen Zentrum, welches in den vergangenen Monaten immer wieder Zielscheibe von Naziangriffen wurde, vorbei in Richtung Abschlusskundgebung. Dort angekommen wurde noch einmal auf die Pflicht aller Bürgerinnen und Bürger der Stadt appelliert die Augen offen zu halten und den Faschisten keinen Raum zu überlassen.

Die Demonstration verlief über die gesamte Zeit hinweg friedlich und es kam weder zu Polizeiübergriffen, noch zu größeren Störungen seitens aktiver Neonazis.

Bereits vor und während der Demonstration trieb sich ein Häuflein von etwa 20 Neonazis in der Stadt herum und plante Störaktionen. Aufgrund einer enorm hohen Polizeipräsens bekamen die Demonstrant/Innen das Elend jedoch nicht zu sehen.

Im Anschluss an die Demonstration bestand die Möglichkeit ein Konzert mit “Feine Sahne Fischfilet”, “Total Panic Reaction” und “Johnny Mauser & Marie Curry” zu besuchen. Diese wurde auch dankend angenommen und so feierten ca. 100 Antifaschist/Innen bis in die frühen Morgenstunden!

Der gesamte Tag kann trotz des eher schwierigen Demozeitpunktes und des schlechten Wetters als Erfolg gewertet werden. Die Demonstration verlief sehr öffentlichkeitswirksam und friedlich durch das gesamte Stadtzentrum und schaffte es das Anliegen und die Forderungen der Antifaschist/Innen unter die Bevölkerung zu bringen. Auch das Konzert ist als voller Erfolg zu werten. 100 Menschen feierten bei bester Laune die gesamte Nacht hindurch und auch einem “Angriffsversuch” einer Gruppe Neonazis konnte entschlossen entgegengewirkt werden.

Die Antifaschistische Aktion Salzwedel [AAS], dankt allen Unterstützer/Innen und Teilnehmer/Innen der Demonstration und wird auch in Zukunft den entschlossenen Kampf gegen rechte Strukturen und Aktivitäten fortsetzen.

“Aus der Geschichte lernen…

…Naziaktivitäten entgegentreten – In Salzwedel und überall!”

Antifaschistische Aktion Salzwedel [AAS]

Ein Text der Antifaschistischen Aktion Salzwedel [AAS], September 2011

Salzwedel, einer roter Stern im braunen Sumpf! So hieß es noch vor ein paar Jahren!
Doch die Zeiten haben sich offensichtlich geändert.

Neonazis und ihr menschenverachtendes Gedankengut werden immer präsenter im Salzwedeler Stadtbild. Von rechten Aufklebern, Sprühereien und Nazitürstehern in Salzwedels Clubs, bis hin zu Denkmalschändungen sowie Stein – und Brandanschlägen auf ein linksalternatives Zentrum in der Stadt.

Waren die Mitglieder und Unterstützer rund um die “Freien Nationalisten Altmark West” in den letzten Jahren eher wenig bis gar nicht aktiv, scheinen sie nun wieder ihren Aktionismus fortzusetzen. Grund dafür scheint wohl auch ein struktureller Wechsel innerhalb der Organisation. Nachdem führende Köpfe vor rund 2 Jahren die Gruppe verließen und sich Rockergruppen zuwandten wurde es ruhiger und die FNAW schienen anfangs führungslos. Mittlerweile haben nun Toni Bliesener und Sebastian Degener aus Salzwedel diese Rolle übernommen und scharen eine ganze Reihe Jugendlicher aus Salzwedel und den angrenzenden Dörfern um sich. Das Gefährliche an dieser neuen und jüngeren Nazigeneration ist ihr aktionistischer Geist. Beschränkten sich die Aktivitäten der bisherigen Kameradschaftsstrukturen noch auf mehr oder weniger regelmäßige Demos und Kundgebungen, so findet Mensch nun immer häufiger Naziaufkleber und Sprühereien im Stadtbild vor. Das eher konservative Auftreten der alten FNAW-Struktur entwickelt sich immer mehr zu einem neuen, und in der Neonaziszene beliebter werdenden, “Autonomen Nationalisten”-Stil, in Anlehnung an das Auftreten und Handeln des politischen Gegenspielers, der “Antifaschistischen Aktion“.

Doch nicht nur auf den Straßen sind die Neonazis nun präsenter. Auch in den Clubs und Bars der Stadt versuchen sie sich sogenannte “homezone‘s” zu schaffen. Durch gute Kontakte oder sogar eigenes Agieren in der örtlichen und überregionalen Türsteherszene haben sie die Möglichkeit andersdenkenden und alternativen Menschen den Zutritt zu verwähren oder ihnen gehörig den Abend zu versauen. Und diese Möglichkeiten nutzen sie auch regelmäßig in Clubs wie zum Beispiel dem “Löwenherz” oder dem “Speicher – Reloaded”, welche mittlerweile schon fast zu “No Go-Areas” alternativer Jugendlicher geworden sind. Regelmäßig kommt es zu Übergriffen auf Linksalternative und Jene, welche einfach nur den Mund gegen Nazis und Rassisten aufmachen. Toni Bliesener, einer der Führungsköpfe der FNAW ging sogar soweit einen eigenen Online-Shop von zu Hause zu betreiben in dem er Nazikleidung, Nazimusik und sogar Kampf – und Schutzkleidung verkaufte. Mittlerweile ist die Internetseite vom Netz gegangen und der Shop soll wohl aufgelöst werden. Doch damit nicht genug. Vor etwa einem halben Jahr eröffnete Toni Bliesener dann einen neuen Shop. Dieses Mal einen ganz realen Verkaufsladen am Nicolaiplatz 21, in direkter Nähe zur Innenstadt und dem Salzwedeler Marktplatz. In seinem Shop “Body Factory Salzwedel” verkauft er nun alles zum Thema Kraftsport. Das wirklich traurige an dieser Geschichte ist jedoch, dass der Laden eines äußerst bekannten Salzwedeler Neonazis bei der Bevölkerung nicht für Unwohl sorgt, sondern im Gegenteil, sogar sehr gut angenommen zu sein scheint. Die Strategie des “bürgerlichen Vorgehens” der Neonazis scheint in Salzwedel aufzugehen. Auch in den Fitnessstudios der Stadt scheint es Normalität geworden zu sein mit Nazis zusammen zu trainieren. Menschen, mit denen man vor wenigen Jahren noch nicht einmal im selben Café gesessen hätte, werden plötzlich zu Kumpels. Möglich wird dies in Salzwedel vor allem durch das neue Image, welches sich erfahrene Teile der “Freien Nationalisten Altmark West” versuchen aufzubauen. Sie verabschieden sich von Thor Steinar-Kleidung und stumpfen Parolen und fallen im Stadtbild nur noch auf den zweiten Blick auf. Dadurch fällt es ihnen leichter Kontakte und Freundschaften aufzubauen und diese mit ihrem rechten Gedankengut zu manipulieren und in ihre Aktivitäten einzubinden. So wundert es dann auch nicht, dass auf dem jährlich von den FNAW organisierten Schottenfest eine Menge Teilnehmer und Besucher zu sehen sind, welche ansonsten eher unpolitisch einzuordnen wären. Dort wird bei Wettkämpfen wie z.B. dem Baumstammweitwerfen, Tauziehen und der anschließenden Feier mit Dorffestcharakter, geschickt rechte Propaganda in die Köpfe der Teilnehmer eingehämmert.
Von diesen, sich teilweise neu- oder weiterentwickelnden Nazistrukturen geht erhebliche Gefahr aus. Nicht nur für Menschen die Ihr verachtendes Weltbild nicht teilen oder sich ihnen in den Weg stellen, sondern auch für das immer wieder hoch angepriesene bunte und tolerante Image der Stadt Salzwedel.

Wir haben solche Zustände satt!

Wir haben genug von Nazis in Bars und Kneipen!
Wir haben genug von Nazisprühereien, Klebereien und anderer rechter Propaganda!
Wir haben genug von Gedenkstättenschändungen und Stein – und Brandanschlägen auf linke Zentren!

Lasst uns gemeinsam den Nazis entschlossen entgegentreten und ihnen zeigen dass sie unerwünscht sind! Ob in Salzwedel oder anderswo!

Kein Fußbreit den Faschisten!

Vor Antifademo – Naziaktivitäten nehmen zu

Nachdem bekannt wurde das am 09.September 2011 eine Antifademo in Salzwedel stattfinden würde, haben die örtlichen Neonazis rund um die „Freien Nationalisten Altmark West“ ihre aktivitäten noch einmal verstärkt.

Bereits am letzten Wochenende lauerten mehrere mit Eisentstangen bewaffnete Neonazis einem jungen Antifaschisten auf und verfolgten ihn. In der Salzwedeler Innenstadt, nahe einem Park, schienen die Nazis bereits auf den jungen Mann gewartet zu haben. Als dieser die Angreifer erkannte und als Neonazis ausmachte, welche in großer Überzahl und mit Eisenstangen bewaffnet waren, flüchte Er. Die Nazis verfolgten Ihn noch eine Weile, verloren dann aber, zum Glück des Antifaschisten, dessen Spur!

Ein ähnlicher Vorfall ereignete sich Anfang dieser Woche. Ein junges Mädchen zeigte Zivilcourage und entfernte in Salzwedel einen Naziaufkleber. Dabei wurde sie anscheinend von Neonazis beobachtet. Diese verfolgten sie nun und holten sich sogar noch ein weiteres Auto mit Nazis zur „Verstärkung“. Auf dem Weg durch die Stadt traf die couragierte Dame immer wieder auf die jungen Nazis. Sie wurde von ihnen bedroht und versucht einszuschüchtern. Zu Gewalttaten kam es dabei glücklicherweise nicht.

In der Nacht vom 23.08. auf den 24.08. wurde die selbsternannte „Anti Antifa Saw“ nun erneut aktiv. An mehreren Stellen, unter anderem der historischen Stadtmauer, dem Salzwedeler Marktplatz und dem Amt für Arbeit, fanden sich Schmierereien in Form von Graffitis. Sprüche und „Taggs“ wie z.B. „NS HC“ , „Anti Antifa Saw“, „Mord an Hess“ und „9.9. Antifa auf’s Maul“, offenbaren nun die geistigen Schwächen der Neonazis im Stadtgebiet.

Höhepunkt der Aktivitäten ist nun aber der Versuch der „Freien Nationalisten Altmark West“ die Antifaschistische Demonstration am 09.09.2011 in Salzwedel verbieten zu lassen. Als Grund dafür geben Sie beim Ordnungsamt eine angeblich nicht eingehaltene Werbefrist für die Demo an. Notfalls wollen Sie sogar gerichtlich gegen diese Demo vorgehen. Es wird jedoch mit hoher Warscheinlichkeit lediglich bei einem Versuch bleiben, denn ausreichende Gründe um die Demo zu verbieten, liegen laut Versammlungsgesetz nicht vor!

Nach all diesen Vorfällen ist es nun um so wichtiger den Nazis offensiv und entschlossen entgegenzutreten!
Beteiligt Euch an der Antifaschistischen Demonstration am Freitag, den 09.September 2011 in Salzwedel Sachsen-Anhalt)!

Kein Fussbreit den Faschisten!

Aus der Geschichte lernen!

Naziaktivitäten entgegentreten – In Salzwedel und überall!

Antifaschistische Aktion Salzwedel [AAS]

Infos: www.antifasaw.blogsport.de

06.Februar – Antifademo nach Naziangriff auf Autonomes Zentrum Salzwedel

Am Dienstag den 02.Februar fand im Autonomen Zentrum in Salzwedel eine Infoveranstaltung zu den Protesten zum Naziaufmarsch am 13.02. in Dresden statt.
Etwa eine halbe Stunde vor Beginn stürmten rund 10 vermummte Neonazis das Haus und bedrohten und schlugen 2 junge Antifaschistischen die sich im Haus befanden. Sie forderten sie auf die Veranstaltung abzusagen und zerstörten später den Infoladen sowie eine Fensterscheibe des Hauses. Danach flüchteten Sie. Im Anschluss konnte die Infoveranstaltung trotzdem noch mit vielen Teilnehmern stattfinden.

Trotz der gelungenen Infoveranstaltung wollten örtliche Antifaschist_Innen diesen Angriff selbstverständlich nicht unbeantwortet lassen. Für den 06.02.2010 rief die „Antifaschistische Aktion Salzwedel [AAS]“ zu einer unangemeldeten Solidaritätsdemo in Salzwedel auf. Rund 100 Antifaschist_Innen folgten diesem Aufruf und trafen sich zu nachmittäglicher Stunde in einem örtlichen Park. Leider hatten auch die Bullen vom Treff mitbekommen und so waren diese ebenfalls bereits vor Ort.
Trotzdem startete die Demo entschlossen und ohne angemeldet zu werden. Mit mehreren Transpis und Fahnen zog sie lautstark durch die Salzwedeler Innenstadt. An verwunderte Bürgerinnen und Bürger wurden Flyer zum Anlass der Demonstration, sowie der Aufruf zum Blockieren des Naziaufmarsches am 13.02.2010 in Dresden verteilt.
Die Demo verlief während der gesamten Zeit störungsfrei, trotz einer kleinen Gruppe Neonazis aus dem Umfeld der „Freien Nationalisten Altmark West“, welche vor Beginn ein wenig zu provozieren versuchte.
Auch die Diener des Staates hielten sich zurück und so verlief alles friedlich. Unser Ziel, ein deutliches Zeichen gegen Naziangriffe auf unsere Zentren und Treffpunkte zu setzen, wurde erreicht. Auch die Presse war zugegen und berichte in den lokalen Medien positiv über die Demonstration und klärte über den Naziangriff auf das Autonome Zentrum Salzwedel auf.

Wir solidarisieren uns mit dem Autonomen Zentrum Salzwedel und allen anderen linken Freiräumen!!

Antifaschistische und autonome Freiräume aufbauen und verteidigen!!

Antifaschistische Aktion Salzwedel [AAS]