12.03. Nazidemo in Stendal verhindern!

Dem Geschichtsrevisionismus ein Ende setzen – Antifaschismus durchsetzen!

Am kommenden Freitag, dem 12. März, haben die „Autonomem Nationalisten Stendal“ eine Demonstration mit dem Motto „Wider das Vergessen“ durch Stendal geplant. Das Motto bezieht sich auf die notwendige Bombardierung Deutschlands 1945. Stendal wurde zwischen Februar und April 1945 sechsmal von alliierten Bombern angegriffen und am 13. April kampflos den Amerikanern übergeben. Wie auch in Magdeburg, Dresden und Dessau werden hier von Neonazis deutsche Täter, revisionistisch zu Opfer eines alliierten Angriffs modifiziert. Demnach werden deutsche Verbechen und natoinalsozialistische Barberei relativiert. Die Bombardierung Deutschlands war für die Beendigung des systematischen Massenmords an Millionen Menschen wie Jüdinnen und Juden, Sinti und Roma, politischen Gegnern, sozial Schwachen und geistig und körperlich eingeschränkten Menschen und Homosexuellen, notwenig.
Erst am Freitag wurde die Anmeldung der Veranstaltung durch die Neonazis bekannt gegeben, wobei weitere Fakten nicht veröffentlicht wurden und fälschlicherweise die NPD durch die Stendaler Volksstimme als Organisator genannt wurde. Auf der Homepage der AN SDL ist der Termin, wie auch auf anderen Seiten, nicht proklamiert. Dieses Vorhaben der Nazis kann nicht akzeptiert werden. In Stendal kommt es häufig zu nazistischen Aktivitäten. Es werden beispielsweise Menschen anderer Herkunft und Linke, von Nazis angegriffen. Schmierereien und Aufkleber der Faschisten gestalten Mauern und Hauswände, sowie Schilder der Stadt. Somit muss eine antifaschistische Praxis resultieren.
Erst vorletzte Woche gab es eine Plakatier- und Aufkleberaktion der Nazis. Es wurde Sticker mit Aufschriften wie „Die BRD zerstört meine Zukunft“ und „Nationale Sozialisten – Bundesweite Aktion“ und Plakate mit nationalsozialistischer Propaganda in der gesamten Stadt verklebt. Des Weiteren kennzeichnen Alltagsrassismus, eine weitgehende Akzeptanz und Sympathisierung mit Nazis in der Stendaler Bevölkerungen, das Leben in der Stadt. Wir setzten dem nationalsozialistischen Unfug mit einer Gegenaktion und dem Versuch einer Verhinderung, des von den Nazis geplanten Aufmarsches, etwas entgegen. Neben uns, haben auch Stadtvertretung und christliche Kirche Gegenaktionen geplant, wie die Blockade des Marktplatzes, in dessen Richtung vom Bahnhof aus die Naziroute verlaufen soll.

Kundgebung // 16:00 Uhr // Sperlingsberg

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